Kinder des Schatten

Die Shoah hat israelische Dramatiker*innen in den Jahrzehnten seit der Staatsgründung 1948 immer wieder beschäftigt. Dabei haben sich die Intensität der Auseinandersetzung und mit dem Wechsel der Generationen auch die Perspektiven, Schwerpunktsetzungen und Erzählformen verändert. Bis heute gab es keine Publikation, die deutschsprachigen Leser*innen diesen zentralen Aspekt israelischer Kultur zugänglich macht. Mit 15 aus dem Hebräischen übersetzten Theatertexten schafft nun die Anthologie Kinder des Schattens diese wertvolle Möglichkeit.
Der Herausgeber Matthias Naumann gibt in seinem Vortrag einen Einblick in die Geschichte der Verhandlung der Shoah im israelischen Theater. Er zeigt, dass die Theatertexte einen wichtigen Einblick in die israelische Kultur- und Sozialgeschichte vermitteln. An den Stücken lässt sich ablesen, wie sich die Verhandlung der Shoah, die Auseinandersetzungen um die Erinnerung sowie das Trauma über die Zeit und mit den Generationen verändert haben.




© Claudine Oppel

Matthias Naumann ist Autor, Übersetzer und Verleger. Er studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft in Frankfurt am Main, Tel Aviv und Paris. Zuletzt gab er den Band Judenhass im Kunstbetrieb. Reaktionen nach dem 7. Oktober 2023 (Neofelis 2024) sowie die Anthologie Kinder des Schattens. Israelische Theatertexte zur Shoah seit der Staatsgründung (Neofelis 2026) heraus.

Zeit:

Montag, 9. November 2026, 19:00 Uhr


Ort:

Celler Synagoge, Im Kreise 24


Referent:

Matthias Naumann


Veranstalter:

Jüdischen Gemeinde Celle e.V. in Kooperation mit dem Projekt Gesellschaftliche Perspektiven gegen Antisemitismus, der vhs Celle und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Celle e. V. 





Das Projekt wird gefördert vom Landes-Demokratiezentrum Niedersachsen.